CREST SOMMER-TOP VON BIRGITTA-HELMERSSON, TAUKO 19

CREST SOMMER-TOP VON BIRGITTA-HELMERSSON, TAUKO 19

Vor einiger Zeit sah ich auf Instagram, dass TAUKO Test-Näher für ihre neue Ausgabe Nr.19 suchen. Mein 1. Gedanke war: „Wie cool ist das denn!?! Dafür muss ich mich unbedingt bewerben!“. Gesagt getan. Und was soll ich sagen, einige Tage später erhielt ich die frohe Nachricht, dass ich einen Schnitt aus der neuen Ausgabe testen darf. Bei der Auswahl habe ich mich etwas schwer getan, aber ich habe mich dann für das „CREST“ Sommer-Top entschieden. Bei diesem Schnitt von Birgitta-Helmersson hatte ich sofort das Gefühl, dass es einfach alles vereint: Leichtigkeit, Raffinesse und das gute Gefühl, etwas ganz Besonderes zu schaffen. 

Ein Schnitt mit besonderem Konzept

Was „CREST“ so spannend macht, ist sein Zero-Waste-Ansatz. Das bedeutet: Der Schnitt ist so konzipiert, dass möglichst kein Stoff verschwendet wird. Statt kleiner Reststücke entstehen aus übrig gebliebenem Material praktische Details wie Bindebänder oder Einfassungen.

Der Schnitt wird nicht klassisch ausgeschnitten, sondern direkt auf den Stoff gezeichnet. Das fühlt sich im ersten Moment ungewohnt an, ist aber wirklich gar kein Problem.

Locker, luftig und individuell

Das Top (oder alternativ Kleid) lebt von seiner entspannten Silhouette. Durch großzügige Mehrweite sitzt es angenehm locker und wird zum perfekten Begleiter für warme Tage. Es kann jedoch auch wunderbar als Layering-Piece über Kurzarm-Pullover getragen werden.

Besonders schön: Mit den charakteristischen Bindebändern kannst du die Passform individuell anpassen. Ob tailliert oder ganz lässig – du entscheidest selbst, wie dein fertiges Stück wirken soll. Ich muss gestehen, dass ich ja nicht ganz so der Fan von den vielen Bändern war, daher habe ich mich einfach dazu entschieden mit Gummibändern zu arbeiten. Das ging ebenfalls super einfach und meiner Meinung nach sieht es genau so cool aus, wie das „Bindebänder-Design“. 

Die Details machen den Unterschied

Wenn du das Top 1:1 nach Anleitung nähst, lernst du (gerade als Anfängerin) ganz nebenbei einige spannende Techniken:

  • feine Bindebänder (Rouleau-Ties)

  • saubere Kanten durch Belege und Schrägstreifen

  • raffinierte Tunnelzüge für die Bänder

  • eine clevere Verarbeitung ganz ohne Overlock

Alles ist so aufgebaut, dass auch ambitionierte Anfänger gut mitkommen – und Fortgeschrittene trotzdem Freude an den Details haben.

Stoffwahl: Sommer pur

Übrigens. Für das „CREST“ Top eignen sich folgende Stoffe perfekt:

  • Leinen für einen natürlichen, luftigen Look

  • Viskose für fließende Eleganz

  • Baumwolle für einen unkomplizierten Allrounder

Ich habe mich bei meiner Variante für einen leichten Viskose-Polyamid Stoff mit Polka Dots entschieden. Ich hatte diesen Stoff bereits seit über 20 Jahren in meinem Stoff-Lager und hab mich riesig darüber gefreut, dass ich ihn nun endlich mit diesem Sommer-Top richtig in Szene setzen kann! Auch wenn die Verarbeitung ein wenig Fummel-Arbeit erforderte, so liebe ich den Fall von diesem leichten Stoff bei diesem Projekt.

Jetzt freue ich mich riesig darauf, mein „CREST“ Top zu tragen. Ich liebe dieses Layering-Piece. Es sieht super schick zu einer Hose oder über einem schmal geschnittenem Kleid aus und zaubert so eine schöne Silhouette.

Wenn ihr mehr über den Näh-Prozess wissen wollt und vielleicht auch darüber, welche Änderungen ich vorgenommen habe, dann schaut euch doch unbeding mein Projekt-Video dazu an. 

Wenn ihr das „CREST“ Top von Birgitta-Helmersson auch einmal nähen wollt, dann holt euch doch unbedingt die neue TAUKO Nr. 19 . Und wenn ihr euer Modell genäht habt, dann erzählt mir unbedingt davon. Schreibt mir entweder hier, auf YouTube oder Instagram

RUSTIKALER COWL MIT ZOPFMUSTER – INKL. YOUTUBE TUTORIAL

RUSTIKALER COWL MIT ZOPFMUSTER – INKL. YOUTUBE TUTORIAL

Heute ging ein neues Strick-Tutorial für euch auf YouTube online. Leider ist in diesem Video der Ton etwas leiser als sonst. Bitte passt die Lautstärke bei Bedarf einfach selbst an.

In meinem 14. Strick-Tutorial zeige ich euch, wie ich den wunderschönen Cowl aus meinem Strick-Podcast Folge 11 mit einem horizontal verlaufendem Strick-Muster von Hand stricke. Der Muster-Rapport ist einprägsam und das Muster ist mit etwas Übung leicht zu stricken. Im Video erkläre ich euch kurz das Strick-Diagramm zum Cowl. Ihr könnt euch entweder einen Screenshot auf YouTube machen, oder das Diagramm hier downloaden

Ich habe den Cowl mit einer 5 mm Rundstricknadel gestrickt und für das Zopf-Muster zusätzlich eine Zopf-Stricknadel verwendet. Wenn ihr das Verzopfen ohne Nadel könnt, dann könnt ihr diese selbstverständlich weg lassen.

Für diesen rustikalen Cowl mit Zopf-Muster habe ich 2 Knäule von Drops „Alaska“ in der Farbe 71 verwendet. Die Wolle besteht zu 100% aus Schurwolle und hat eine Lauflänge von 70 Meter auf 50 Gramm. Ich liebe das Maschenbild der „Alaska“ und dass meine Zöpfe bei dieser Wolle so wunderschön hervorstechen. Wenn ihr keine griffige Wolle tragen mögt/könnt, dann ist diese Wolle wahrscheinlich nichts für euch. Dann verwendet einfach eure Lieblingswolle und schaut, dass ihr ebenfalls auf eine Qualität von 70 Meter auf 50 Gramm kommt. 

Doch, was schreibe ich hier? Schaut euch doch einfach mein Video an! Darin zeige ich euch alles. Viel Spaß beim Zusehen. …und wenn euch das Video gefällt, dann gebt mir doch bitte ein „LIKE“ und ABONNIERT meinen Kanal. Ich freue mich zudem auf einen regen Kontakt in den Kommentaren mit euch!

NEUES MÜTZEN-TUTORIAL ONLINE: 2-FÄDIGE KUSCHEL-MÜTZE AUF DER STRICKMASCHINE STRICKEN

NEUES MÜTZEN-TUTORIAL ONLINE: 2-FÄDIGE KUSCHEL-MÜTZE AUF DER STRICKMASCHINE STRICKEN

In meinem 13. Strick-Tutorial auf meinem YouTube-Kanal zeige ich euch, wie ich eine super kuschlige Beanie Mütze mit einem 1-1 Rippenmuster auf meiner Brother Doppelbett Strickmaschine (KH 860 + KR850) stricke. Die Mütze hat eine flache Krone und wird 2-fädig gestrickt. Sie besteht zum einen aus einer handgefärbten Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid) mit einer Lauflänge von 410 Metern auf 100 Gramm und einem Kid-Silk Garn von Drops (75% Mohari, 25% Seide) mit einer Lauflänge von 210 Metern auf 25 Gramm. Selbstverständlich könnt ihr jedes Garn verwenden, das ihr akutell auf Vorrat habt, nur die jeweiligen Qualitäten der beiden Fäden sollten sich ähneln.

Das Stricken geht im Prinzip sehr einfach, ihr müsst jedoch bei der Abnahme der flachen Krone etwas Geduld mitbringen. Ich verspreche euch jedoch, dass sich diese Mühe definitiv lohnt! Diese Mütze ist mein absoluter Favorit für den kommenden Winter und das Stricken geht so einfach, dass sie definitiv auch für Strick-Anfänger geeignet ist.

STRICK-ANLEITUNG FÜR EINE BROTHER DOPPELBETT STRICKMASCHINE (KH860 + KR850):

Für diese Mütze müsst ihr 136 Maschen (68/68) anschlagen. (Solltet ihr die Mütze für einen etwas breiteren Kopf stricken, könnt ihr die Maschenanzahl einfach etwas erhöhen)

Da die Mütze 2-fädig gestrickt wird, sollte die Spannung am Fadenmast auf ein Minimum reduziert werden.

Nach der Anschlagkante in FS: 3.0 strickt ihr 86 Reihen im 1:1 Rippenmuster mit FS: 7.0.

Nach 86 Reihen könnt ihr bereits mit der Abnahme für die flache Krone beginnen.

Dazu halbiert ihr die Maschenanzahl indem ihr die vorderen Maschen nach hinten umhängt und dabei alle hinteren Nadeln doppelt belegt. Nun müsst ihr alle Maschen mit einem Decker-Tool zur Mitte hin zusammenrücken. Sobald alle doppelt belegten Nadeln nebeneinander liegen, müsst ihr die doppelten Maschen wieder in eine 1:1 Rippenmuster-Einteilung umhängen. Nun strickt ihr 6 Reihen.

Nach 6 Reihen halbiert ihr die Maschenanzahl erneut (s.oben) und strickt 4 weitere Reihen.

Nun ist die Mütze fertig gestrickt und ihr könnt sie mit etwas Wolle von der Maschine abnehmen. Ich hänge dazu zunächst alle Maschen von vorne nach hinten um (jede Nadeln ist dabei einzeln belegt). 

Zum Schluß müsst ihr die Seiten der Mütze nur noch mit einer Matratzennaht schließen und schon ist die Mütze fertig für den Einsatz.

Sollte euch die schriftliche Anleitung etwas zu kompliziert klingen, dann schaut euch doch einfach kurz mein Strick-Tutorial zur Kuschel-Mütze an.

Übrigens: In diesem Video habe ich mit (von mir) handgefärbter Wolle gearbeitet, aber auch mit DropsKid-Silk“ in Farbe 54. Beide Woll-Stränge habe ich vor dem Maschine-Stricken gewachst. Erst nach dem 1. Waschen zeigt sich der Kuschel-Effekt des Kid-Silk Garns.

NEUES SOCKEN-TUTORIAL ONLINE: EINFACHES ZOPFMUSTER MIT GROßER WIRKUNG

NEUES SOCKEN-TUTORIAL ONLINE: EINFACHES ZOPFMUSTER MIT GROßER WIRKUNG

Heute ging mein 12. Strick-Tutorial auf meinem YouTube Kanal online. In diesem kostenlosen Tutorial zeige ich euch, wie ich meine neueste Socken-Kreation mit effektvollem Zopfmuster stricke. Das Muster hat einen Rapport über 8 Maschen, man kann es jedoch leicht für ander Größen anpassen. Ich stricke 64 Maschen mit 16 Maschen pro Nadel auf einem klassischem Nadelspiel. Dies entspricht bei mir eine Sockengröße 39/40 .

Als Basis für meine gezopften Socken verwende ich die Anleitung von REGIA. Ich habe das Socken-Stricken mit dieser kostenlosen Anleitung und mit Hilfe diverser Online-Tutorials gelernt und greife bei meinen eigenen Designs gerne aus diese Basis Anleitung zurück.

Für das Socken-Stricken benötigst du:

  • ca. 100 g einer 4-fädig Sockenwolle
  • 1 Nadelspiel in Größe 2,5 mm
  • 1 weitere Nadel oder 1 spezielle Zopfnadel
  • 1 Schere
  • 1 Stopfnadel

ANLEITUNG ZOPFMUSTER IN GRÖßE 40:

1. Maschenanschlag, Bündchen & Schaft

Schlage 64 Maschen an und verteile sie gleichmäßig auf 4 Nadeln (16 pro Nadel). Achte darauf, dass sich die Maschen nicht verdrehen. Schließe zur Runde und stricke ein 1:1 Bündchen (1 Masche rechts, 1 Masche links im Wechsel) über 20 Runden.

Nach dem Bündchen strickst du den Schaft im Muster bis zur gewünschten Länge. Ich habe folgendes Zopf-Muster 8 Mal gestrickt.

2. Fersenwad & Fersenkäppchen

Als Fersen-Variante stricke ich gerne die Käppchenferse. Du kannst jedoch auch jede beliebige Form stricken.

Bei der Käppchenferse wird die Fersenwand wird in Reihen glatt rechts nur über die Maschen der 1. und 4.Nadel gestrickt. Stricke hierzu 30 Reihen glatt rechts, wobei du die Randmasche immer rechts oder links (je nach Seite) abhebst und insgesamt die 3 ersten bzw. letzten Maschen kraus strickst. So ergibt sich ein schöner Perlrand, der dir später die Aufnahme der Maschen extrem vereinfacht. Die Maschen der beiden anderen Nadeln ruhen. In der 1. Fersen-Reihe werden, wenn nötig, die überzähligen Maschen abgenommen.

Sobald du die Wand fertig gestrickt hast, kannst du dich an das Käppchen-Stricken machen. Das ist eigentlich der schwierigste Teil beim Socken-Stricken, doch mit etwas Übung und Konzentration ist dies leicht zu meistern.

Für das dreiteilige Käppchen werden die Maschen in 3 Teile geteilt. Für Größe 40 verwende ich folgende Einteilung: 10 / 12 / 10 . Die Maschenzahl für das Käppchen steht zwischen den Schrägstrichen, die Maschen für die Außenteile davor und danach.

In folgender Hinreihe wird bis vor die letzte Käppchenmasche rechts gestrickt.

* Die letzte Käppchenmasche mit der folgenden Masche des Außenteils rechts überzogen zusammenstricken. Dafür die letzte Käppchenmasche rechts abheben, die nächste Masche des Außenteils rechts stricken, die abgeho- bene Käppchenmasche dar- überziehen und wenden. Die 1. Käppchenmasche links abheben (Faden vor der Masche) und alle Maschen bis auf die letzte Käppchenmasche links stricken. Diese letzte Masche mit folgender Masche des Außenteils links zusammenstricken und wenden.

Die 1. Käppchenmasche links abheben (Faden hinter der Masche) und alle Käppchenmaschen bis auf die letzte Masche rechts stricken. Diese Abnahmen ab * wiederholen bis alle Maschen der Außenteile aufgebraucht und nur noch die Käppchenmaschen übrig sind.

Der restliche Fuß wird nun wieder in Runden gestrickt, dafür werden aus den Randmaschen der Fersenwand Maschen wie folgt herausgestrickt.

Stricke über die Käppchenmaschen und verteilen diese dabei gleichmäßig auf der 4. und 1. Nadel, dann stricken Sie mit der 1. Nadel aus jeder Randmasche des Fersenrandes (1 Masche aus 2 Fersenreihen) 1 Masche und aus dem Querfaden zwischen der 1. und 2. Nadel 1 Masche rechts verschränkt. Nun werden die Maschen der 2. und 3. Nadel (Fußoberseite) gestrickt. Stricke danach aus dem Querfaden zwischen der 3. und 4. Nadel 1 Masche rechts verschränkt und aus jeder Randmasche 1 Masche, dann stricke die restlichen Maschen. Auf der 1. und 4. Nadel sind nun mehr Maschen als auf der 2. und 3. Nadel, und zwar die Anzahl der Käppchenmaschen.

3. Zwickel

Die zusätzlichen Maschen werden für den Zwickel (Spickel) wieder abgenommen. Dafür in folgender 2. Runde bei der 1. Nadel die zweit- und drittletzte Masche rechts zusammenstricken, die letzte Masche rechts stricken. Bei der 4. Nadel die 1. Masche rechts stricken, die 2. und 3. Masche rechts überzogen zusammenstricken. Diese Zwickelabnahmen so oft wieder- holen bis auf der 1. und 4. Nadel wieder die ursprüngliche Maschenzahl vorhanden ist.

ACHTUNG: SOBALD DU WIEDER ÜBER ALLE NADELN IN RUNDEN STRICKST, WIEDERHOLT SICH DEIN ZOPF-MUSTER AUF DEN NADELN 1 UND 4. Du musst also auch bei beim Zwickel-Stricken an dein Zopfmuster im oberen Bereich deiner Socke denken.

4. Fußteil

Stricke deinen unteren Fußteil über die ganze Länge (Fußlänge bis zur Spitze ca. 21 cm)  in glatt rechts. Den oberen Teil über Nadel 1 und 4 strickst du weiterhin nach dem Zopfmuster. Dies entspricht einen Muster-Rapport in der Gesamthöhe von 20. Probiere die Socke zwischendurch immer wieder einmal an, um zu überprüfen, dass du die richtige Länge für deinen Fuß strickst.

 

5. Fußspitze

Sobald du deine Fußläge fertig gestrickt hast, kannst du deine Spitze stricken. Stricke deine erste Abnahme, wobei du nun ausschließlich glatt rechts strickst.

Bei der Bandspitze gehe ich folgendermaßen vor:
– Auf 1. & 3. Nadel: Bis 3 M vor Ende stricken, 2 M rechts zusammen, 1 M rechts
– Auf 2. & 4. Nadel: 1 M rechts, 2 M rechts überzogen zusammen
– Abnahmen nach der 1. Abnahme wie folgt wiederholen:
In der 4. Runde 1x
In jeder 3. Runde 2x
In jeder 2. Runde 3x
In jeder Runde 6x

Sobald du nur noch 3 Maschen auf jeder Nadel hast, kannst du den Faden mit etwaws Überlänge abschneiden. Fädel diesen Endfaden auf eine Stopfnadel und fasse damit die restlichen 12 Maschen in Reihenfolge auf. Sobald du alle Maschen von den Stricknadeln aufgenommen hast, kannst du den Faden fest anziehen und so die letzten Maschen zu einer unsichtbaren Runde zusammenziehen.

Wenn ihr bereits Erfahrung mit dem Socken-Stricken habt und kein Freund schriftlicher Anleitungen seid, dann schaut euch doch einfach mal mein Video an. In dem kostenlosen Tutorial zeige ich euch, wie ihr das effektvolle Zopfmuster strickt.

Viel Spaß beim Nach-Stricken! 

EIN NEUER FAIR ISLE PULLUNDER AUS DROPS FLORA

EIN NEUER FAIR ISLE PULLUNDER AUS DROPS FLORA

Wie ihr  bereits gemerkt habt, liebe ich handgefärbte Wolle. Handgefärbte Wolle zeigt eine wunderschöne Lebendigkeit, die man bei industriell gefärbter Wolle einfach nicht finden kann. Doch das Stricken mit handgefärbter Wolle kann auch sehr nervenaufreibend sein. Ich denke, da werden mir so einige StrickerInnen zustimmen. Klar es gibt Tricks, wie man die handgefärbte Wolle bei größeren Projekten verstrickt, aber dennoch muss ich gestehen, dass ich handgefärbte Wolle mittlerweile gerne nur sehr gezielt einsetze. Ich verwende die kunstvolle Wolle gerne bei meinen kleineren Projekten wie Schals, Mützen, Socken etc. . Bei größeren Projekten habe ich gelernt, dass ich handgefärbte Wolle am Liebsten als Akzent einsetze. So z.B. bei einem Fair Isle-Muster. Doch diese Idee kam mir leider erst NACH diesem Projekt.

Aber eins nach dem Anderen.

Da ich wegen meiner Woll-Färberei immer auch der Suche nach guter Wolle bin, habe ich mir kurz nach Weihnachten endlich einmal eine Wolle von DROPS bestellt. In vielen Beiträgen habe ich von dieser Wolle gelesen und alle waren absolut von der Preis-Leistung der Wollen begeistert. Bei meiner 1. Bestellung habe ich mich für drei unterschiedliche Wollen entschiede, von denen ich erahnen konnte, dass sich diese auf meiner Strickmaschine gut abstricken lassen sollten. Ich habe mich für „Flora“ (65% Wolle und 35% Alpka), „Fabel“ (75% Wolle, 25% Polyamid) und „Nord“ (45% Alpaka, 30% Polyamid und 25% Wolle) entschieden. Alles Wollen aus der Kategorie A von DROPS.

Als ich „Flora“ in den Händen hielt, dachte ich sofort daran mir einen schönen neuen Pullunder zu stricken. 2024 war irgendwie mein Pullunder-Jahr und daher lag es wohl für mich sehr nahe, auch aus dieser Wolle einen schön, warmen Pullunder zu stricken. Lustigerweise hatte ich von Flora auch zwei Farben bestellt („dunkelgrau“ und „petrol“) und so beschloss ich, mir einen Pullunder mit Fair Isle Muster zu stricken. Ich wollte schon lange ein eigenes Lochmuster designen und so freute ich mich wie ein kleines Kind, dieses zu zeichnen und auszustanzen. Das passende Werkzeug dazu hatte ich mir damals mit meiner Pfaff Duo 80 auf eBay ersteigert.

Und was soll ich sagen?!? Nachdem ich die Wolle für mein Maschinestricken vorbereitet hatte (neu wickeln + wachsen + erneut wickeln), lies sich die Wolle auf meinen Brother Strickmaschinen wunderbar verstricken. Ich hatte nur an einer Stelle einen Fadenriss, woran ich aber letztendlich selbst Schuld war. Ich hatte bei der Rückseite meines Pullunders irgendwie Probleme mit dem Fair Isle Muster. Also nicht mit der Strickmaschine, sondern irgendwie konnte ich mich anscheinend nicht richtig konzentrieren und machte bei der Abnahme ständig irgendwelche Fehler… Nun gut, so lernte ich, wie ich Fair Isle auftrennen muss und mit der Lochkarte wieder neu stricke. Was in Wahrheit bei mir zu einen kleinen Nervenzusammenbruch führte.

Doch nachdem ich alle Teile gestrickt hatte, konnte ich das Vorderteil und das Rückenteil mit einem Matrazenstich vernähen und die Bündchen einhäkeln. Als Grundmodell habe ich hierfür im Übrigen meinen Pullunder „Carla“ verwendet. Die kostenlose Anleitung findet ihr in einem älteren Post dazu. Für dieses Projekt habe ich den Schnitt jedoch verlängert, da ich den Pullunder ganz klassisch über einem Hemd oder einem dünne Sweatshirt tragen wollte. 

Abschliesend möchte ich ein paar Worte zu der verwendeten Wolle sagen.

Wenn du luxuriöse Naturfasern zu einem guten Preis liebst, dann scheint die Wolle „Flora“ von DROPS tatsächlich eine gute Wahl zu sein. Egal ob du die Wolle für deine nächsten Strick- oder Häkelprojekte von Hand suchst oder so wie ich für dein nächstes Strickprojekt auf der Maschine.

Alpaka-Wolle zählt generell zu den edelsten Naturfasern der Welt. Ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammend, begeistert sie durch ihre einzigartige Kombination aus Weichheit, Wärme und Nachhaltigkeit. Die hypoallergene Faser enthält kein Lanolin, wodurch sie auch für empfindliche Haut geeignet ist. Dank ihrer außergewöhnlichen Isolationsfähigkeit hält Alpaka-Wolle im Winter wunderbar warm und bleibt dabei atmungsaktiv – ideal für jedes Wetter. Während reine Alpaka-Wolle für luxuriöse Projekte geeignet ist, bietet Flora eine etwas robustere und gleichzeitig budgetfreundlichere Alternative.

Flora von Drops besteht zu 65 % aus peruanischer Wolle und zu 35 % aus Alpaka – eine Kombination, die Weichheit, Wärme und Strapazierfähigkeit optimal vereint.

Nun verrate mir, hast du schon ein Projekt aus dieser Wolle gestrickt/gehäkelt? Warst du auch so begeistert wie ich? Ich werde mir in Kürze noch einmal „Flora“ bestellen, dann allerdings in der Farbe „natur“ zum Färben. Denn ich kann mir einen Pullover in einem Fair Isle Muster aus dieser Wolle mit Handfärbung undlaublich gut vorstellen!