FRÜHLINGSSONNE, LOCHMUSTER & EINE RICHTIG GUTE STRICKIDEE

FRÜHLINGSSONNE, LOCHMUSTER & EINE RICHTIG GUTE STRICKIDEE

Manchmal braucht es gar nicht viel – ein paar Sonnenstrahlen, einen halbwegs heilen Daumen und eine spontane Idee – und schon fühlt sich eine Strickwoche richtig besonders an.

In meiner aktuellen Strick-Podcast Folge 56 nehme ich euch wieder mit durch mein kreatives Chaos zwischen Lochmuster, Grobstrickmaschine und einem Projekt, das eigentlich ganz anders geplant war.

Mein Olerki – langsam, aber mit viel Herz

Ich arbeite immer noch an meinem Olerki aus dem wunderschönen japanischen Strick-Magazin amirisu assemblage Volume 2. Ich liebe dieses Design einfach. Es ist schlicht – aber durch das Lochmuster und die kleinen Strukturdetails gleichzeitig total raffiniert. Genau mein Ding für den kommenden Herbst.

Eigentlich wollte ich viel weiter sein… aber dann habe ich mir meinen Daumennagel ziemlich tief eingerissen. Und glaubt mir: Mit Pflaster am Daumen strickt es sich wirklich nicht elegant. Trotzdem habe ich mich durchgebissen – zumindest ein bisschen.

Was mich diesmal besonders beschäftigt hat, war tatsächlich das Chart. Die Legende ist oben im Buch platziert, ich stricke aber von unten nach oben. Klingt banal, ist aber beim dauernden Draufschauen erstaunlich irritierend. Vielleicht ein kleiner Gedanke für alle angehenden Strickdesigner da draußen: Funktion schlägt manchmal Optik.

Und dann tauchte da dieses mysteriöse Symbol auf: „K3 ROG TBL“. Ich habe gesucht, recherchiert, Links durchforstet – und bin am Ende bei „3 Maschen rechts zusammen durch das hintere Maschenglied“ gelandet. Es funktioniert, das Maschenbild sieht richtig aus… aber so ein kleiner Zweifel bleibt trotzdem. Falls ihr das Kürzel kennt – ich bin ganz Ohr!

Spannend finde ich auch, dass in diesem Muster wirklich in jeder Runde etwas passiert. Keine entspannte Zwischenrunde glatt rechts. Das fordert Konzentration, aber das Ergebnis ist wunderschön lebendig. Allerdings hatte ich nach zwei Runden das Gefühl: Das wird zu fest. Also habe ich spontan von 4 mm auf 4,5 mm gewechselt. Und plötzlich war alles stimmig. Manchmal merkt man einfach, wenn ein Projekt „atmen“ muss.

Ich bin unglaublich gespannt, wie sich das Lochmuster nach dem Waschen und Spannen verhält – besonders weil die Umschläge auf einer Seite größer wirken als auf der anderen. Stricken bleibt einfach ein kleines Abenteuer.

Stricken in der Frühlingssonne – und dann kam die Idee

Und dann… kam der Frühling. So richtig. Sonne, Licht, gute Laune. Ich habe meine Grobstrickmaschine geschnappt und nach draußen gestellt. Es gibt kaum etwas Schöneres, als Garn durch die Maschine laufen zu lassen, während man die ersten warmen Sonnenstrahlen im Gesicht spürt.

Eigentlich war der Plan ein Oversize-Pullover. Die Wolle lässt allerdings noch auf sich warten. Also habe ich improvisiert – und genau das liebe ich am Kreativsein.

Ich habe einfach experimentiert: dickes Chunky-Garn kombiniert mit dünner Sockenwolle. In meinem Fall war es Drops „Snow“ zusammen mit einer feinen Merino-Leinen-Mischung. Und plötzlich entstand dieses plastische, wellige Lochmuster mit einer richtig spannenden Tiefe.

Erst dachte ich an einen Pullunder. Dann an ein Tuch. Und dann habe ich das Strickstück einfach gedreht. Und das war der Moment.

Die Streifen verlaufen jetzt vertikal statt horizontal – und auf einmal wirkte alles ganz anders. Moderner. Lässiger. Unkomplizierter zum Designen.

Jetzt wird aus diesem tollen Lochmuster ein luftiges Sommertop. Eines, das man über einem BH oder Bikini tragen kann. Oder über einem schmalen Kleid. Ein bisschen sexy, ein bisschen verspielt – aber trotzdem tragbar.

Zunächst stricke ich für das Top das Vorderteil und Rückenteil identisch. Im nächsten Schritt nähe ich beide Teile entlang der schwarzen Seitennaht und der Schulter zusammen. Sobald ich den Fall erkennen kann bestimme ich, ob dieses schöne Top noch Bündchen an den Armausschnitten bekommt. 

Ich liebe solche Momente. Wenn man nicht verbissen am ursprünglichen Plan festhält, sondern dem Material erlaubt, einem die Richtung zu zeigen.

Warum ich genau solche Wochen liebe:

Es war keine „perfekte“ Strickwoche.
Ich war langsamer.
Ich war zwischendurch irritiert.
Ich musste umdenken.

Aber genau daraus sind die schönsten Ideen entstanden.

Ich finde, Stricken ist so viel mehr als nur Maschen aneinanderreihen. Es ist Denken, Fühlen, Ausprobieren, Verwerfen – und manchmal einfach nur in der Sonne sitzen und das Garn durch die Finger gleiten lassen.

Jetzt freue ich mich riesig darauf, das Sommertop fertigzustellen und euch nächste Woche zu zeigen. Und natürlich geht es auch mit dem Olerki weiter – hoffentlich diesmal ohne Pflaster am Daumen.

Und ihr?
Seid ihr schon im Sommermodus mit Baumwolle und Leinen? Oder steckt ihr noch mitten in kuscheligen Übergangsprojekten?

Erzählt mir unbedingt, was gerade auf euren Nadeln liegt. Schreibt mir entweder hier, auf YouTube oder Instagram Ich liebe es zu lesen, woran ihr arbeitet – und vielleicht inspiriert ihr mich ja zu meinem nächsten Experiment. 

RUSTIKALER COWL MIT ZOPFMUSTER – INKL. YOUTUBE TUTORIAL

RUSTIKALER COWL MIT ZOPFMUSTER – INKL. YOUTUBE TUTORIAL

Heute ging ein neues Strick-Tutorial für euch auf YouTube online. Leider ist in diesem Video der Ton etwas leiser als sonst. Bitte passt die Lautstärke bei Bedarf einfach selbst an.

In meinem 14. Strick-Tutorial zeige ich euch, wie ich den wunderschönen Cowl aus meinem Strick-Podcast Folge 11 mit einem horizontal verlaufendem Strick-Muster von Hand stricke. Der Muster-Rapport ist einprägsam und das Muster ist mit etwas Übung leicht zu stricken. Im Video erkläre ich euch kurz das Strick-Diagramm zum Cowl. Ihr könnt euch entweder einen Screenshot auf YouTube machen, oder das Diagramm hier downloaden

Ich habe den Cowl mit einer 5 mm Rundstricknadel gestrickt und für das Zopf-Muster zusätzlich eine Zopf-Stricknadel verwendet. Wenn ihr das Verzopfen ohne Nadel könnt, dann könnt ihr diese selbstverständlich weg lassen.

Für diesen rustikalen Cowl mit Zopf-Muster habe ich 2 Knäule von Drops „Alaska“ in der Farbe 71 verwendet. Die Wolle besteht zu 100% aus Schurwolle und hat eine Lauflänge von 70 Meter auf 50 Gramm. Ich liebe das Maschenbild der „Alaska“ und dass meine Zöpfe bei dieser Wolle so wunderschön hervorstechen. Wenn ihr keine griffige Wolle tragen mögt/könnt, dann ist diese Wolle wahrscheinlich nichts für euch. Dann verwendet einfach eure Lieblingswolle und schaut, dass ihr ebenfalls auf eine Qualität von 70 Meter auf 50 Gramm kommt. 

Doch, was schreibe ich hier? Schaut euch doch einfach mein Video an! Darin zeige ich euch alles. Viel Spaß beim Zusehen. …und wenn euch das Video gefällt, dann gebt mir doch bitte ein „LIKE“ und ABONNIERT meinen Kanal. Ich freue mich zudem auf einen regen Kontakt in den Kommentaren mit euch!

DIE MASCHENPROBE

DIE MASCHENPROBE

Damit ihr seht, dass ich auch aus Fehlern lerne, möchte ich euch heute kurz erklären, wie man für das Maschinestricken eine anständige Maschenprobe strickt. Eine Maschenprobe ist für MaschinestrickerInnen super schnell gestrickt. Leider funktioniert das beim Handstricken nicht so schnell. Daher weiß ich aus Erfahrung, dass man diese gerne einmal unter den Tisch fallen lässt. Ich rate jedoch auch allen HandstrickerInnen, dass sie eine anstädige (s. Beschreibung unten) Maschenprobe stricken. Auf Basis dieser Probe kanst du dann mit Hilfe einfacher Mathematik berechnen, wieviele Maschen und Reihen du benötigst, um ein bestimmtes Strickstück akurat stricken zu können. 

Auch wenn viele dieses Thema gerne vermeiden, so ist die Strick-Mathematik wirklich das A und O für ein gelungenes Strick-Projekt. Also habt keine Angst davor! Nehmt einen Zettel und einen Stift in die Hand und kalkuliert euer nächstes Projekt. Wenn euch das abschreckt oder zu mühsam ist, dann nutzt einfach eins der vielen tollen KI-Programme im Internet. Diese helfen rechenfaule StrickerInnen ganz unkompliziert weiter.

 

Eine akurate Maschenprobe erstellen

Die Größe der Maschen wird von der Einstellung des Maschenreglers am Schlitten bestimmt. Da sich diese Einstellung je nach Wollstärke und Muster ändert, musst du IMMER eine Maschenprobe stricken (60 Maschen × 60 Reihen), bevor du ein Kleidungsstück beginnst.

Diese Maschenprobe solltest du idealerweise immer akurat beschriften, archivieren und die Ergebnisse in einer Tabelle übersichtlich eintragen. Notiere dabei nicht nur die erreichte Maschen- und Reihenanzahl, sondern auch die verwendete Wolle (Marke, Material und Farbe) und das angewendete Muster. Diese Notizen werden dir auf lange Sicht viel Zeit und Nerven sparen.

 

Stricken der Maschenprobe

1. Vorbereitung
Schiebe 60 Nadeln in B-Position.

2. Anfang
Stricke mit der gewünschten Wolle für dein Kleidungsstück 10 Reihen. Danach stricke zwei Reihen mit einer Kontrastwolle.

3. Reihenzähler
Stelle den Reihenzähler auf Null ein.

4. Auslöser einstellen
Klappe den Auslöser für den Reihenzähler nach unten.

5. Strickprozess
Stricke 30 Reihen mit der Strickwolle und in dem Muster, wie du es auch für dein Kleidungsstück verwenden möchtest. Schiebe danach jeweils jede 21. Nadel rechts und links von Null (Mitte) in E-Position. Lege ein Stück der Kontrastwolle in die Haken dieser Nadeln und ziehe die Nadeln wieder zurück in die B-Position.

6. Fortfahren
Stricke weitere 30 Reihen. Dann stricke zwei Reihen mit der Kontrastwolle. Stricke zum Abschluss erneut 10 Reihen mit der Strickwolle. Hier kannst du mit Hilfe von eingestrickten Löchern die Fadenspannung visualisieren. 6 Löcher entsprechen so z.B. eine verwendete Fadenspannung von 6.0 . Kette alle Maschen ab und werfe das Probeteil zum Schluss von der Maschine.

7. Maschenprobe entspannen
Wasche und trockne deine Maschenprobe.

Wie bestimmt man die Maschen- und Reihenzahl?

Um gleiche Abmessungen zwischen dem Gestrick und dem Schnitt zu bekommen, ist es notwendig, die Maschenprobe genau auszumessen:

1. Höhe
Messe 60 Reihen innerhalb der Kontrastfarbe in cm.

2. Breite:
Messen Sie 40 Maschen in cm.

Nun kannst du einfache Mathematik für deine Bedürfnisse anwenden.
Tipp: Für ein genaues Maß solltest du an 3 verschiedenen Stellen messen und den Mittelwert berechnen.

 

Ein Beispiel für die Kalkulation der Höhe:

Frage: Wenn ein Strickstück 14 cm auf 60 Reihen hat. Wieviele Reihen benötige ich für 10 Zentimeter?

Rechenweg:

14 cm entsprechen 60 Reihen:

60/14 =4,29 Reihen pro Zentimeter

Für 10 cm:

10 x 4,29 = 42,9 Reihen

Das bedeutet, du musst in etwa 43 Reihen stricken, um 10 cm in Höhe zu erreichen.

 

Ein Beispiel für die Kalkulation der Breite:

Frage: Wenn ein Strickstück 15 cm auf 40 Maschen hat. Wieviele Maschen benötige ich für eine Breite von 10 Zentimeter?

Rechenweg:

15 cm entsprechen 40 Maschen:

40/15 = 2,67 Maschen pro Zentimeter

Für 10 cm:

10 × 2,67 Maschen = 26,7 Maschen

Das bedeutet, du solltest etwa 27 Maschen anschlagen, um 10 cm Breite zu erreichen

MEIN 1. KURZARM-PULLOVER MIT FANG-MUSTER / TUCK-STITCH

MEIN 1. KURZARM-PULLOVER MIT FANG-MUSTER / TUCK-STITCH

Heute möchte ich mit euch mein aktuellstes Design vorstellen. Den Kurzarm-Pullover im Retro-Style mit Fang-Muster. 

Das Fangmuster/Tuck-Stitch ist generell eine beliebte Technik im Maschinestricken, die durch das gezielte Nicht-Stricken einzelner Maschen entsteht. Bei Verwendung einer Lochkarte übernimmt die Strickmaschine die Musterung automatisch, wodurch sich gleichmäßige und effektvolle Designs erstellen lassen, ohne dass man einzelne Nadeln manuell anheben muss.

Generell sollte man VOR jedem neuen Projekt ein anständiges Teststück stricken und dieses danach auch waschen und flach liegend trocknen lassen. Sobald der Teststrick getrocknet ist, kann man es korrekt ausmessen und so die Maschenanzahl für eine bestimmte Breite (z.B. 10cm) und die Reihenanzahl für eine bestimmte Höhe (z.B. 10cm) messen. Diese Daten sollte man am Besten auch immer in einer Übersicht dokumentieren. Hätte ich das bei diesem Projekt gemacht, hätte ich mich nach dem Waschen und Trocknen des Pullovers nicht so sehr gewundert, was da vor mir lag…

Doch eins nach dem anderen.

Alles fing mit diesem Fangmuster an. Ich wollte schon seit Langem einen Pullover mit Fang-Muster stricken. Denn egal, wie lange man bereits eine Strickmaschine besitzt, man kommt einfach nicht sofort dazu alle Möglichkeiten dieser Maschine zu testen. Also nahm ich mir letzte Woche die Zeit und probierte einige Lochkarten aus und fing an diese mit einfacher Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid) zu „teststricken“. Bereits nach wenigen Versuchen habe ich mich in dieses Muster verliebt.

Zunächst strickte ich das Fangmuster mit einer Fadenspanung 8.0, doch dann entschied ich mich für die Fadenspannung 6.0.  Und das funktionierte super. Die Wolle riß nicht und das Fangmuster strickte sich dank einiger Gewichte wunderbar ab. Was sollte also schief gehen?!? Ich verwendete wie immer einfache Sockenwolle, stellte wie so oft meine Fadenspannung 6.0 ein und machte mich an eine neue Strickanleitung, die bzgl. der Maße mit diesen Einstellungen für mich perfekt schien…

Tja. Was soll ich sagen. Meine leichte Überheblichkeit lies mich ganz vergessen, dass sich jedes Muster bzgl. Höhe und Länge anders verhält. Und in jedem alten Maschine-Strickbuch, das ich besitze, steht folgendes zum Thema „Fangmuster“:

„…If you … take the work off the machine, you will find that you have created a fabric that is noticeably wider than the plain knit. This is a characteristic of tuck stitch … and it does mean that you have to be careful when combining different types of stitches in the same garment…“

Übersetzt heißt es:

„…Wenn Sie … die Arbeit von der Maschine nehmen, werden Sie feststellen, dass Sie einen Stoff hergestellt haben, der merklich breiter ist als ein glatt rechts gestricktes Strickstück. Dies ist eine Eigenschaft des Fangmusters … und es bedeutet, dass Sie vorsichtig sein müssen, wenn Sie verschiedene Sticharten im selben Kleidungsstück kombinieren …“

Erfahrene StrickerInnen erahnen bereits, was mir passiert ist.

An der Stelle, an der ich das Fangmuster integrierte, wurde der Strick viel weiter und zudem auch viel kürzer als bei meinem glatt-rechts Gestrick. Ich meine, ich bin ganz froh darüber, dass gecroppte Boxy-Pullover mittlerweile so trendy sind, aber so wirklich geplant war das nicht so.

Ich muss auch zugeben, dass ich Glück im Unglück hatte. Da ich das Fangmuster im unteren Bereich des Vorder- und Rückenteils strickte, wurde der Pullover zwar etwas weiter und auch zugleich kürzer ABER alle Abnahmen, d.h. die Hals-, Arm- und Nackenabnahmen waren „standardmäßig“ in glatt rechts und daher hatte ich keine Probleme beim Einsetzten der Ärmel und des Bündchens am Halsausschnitt.

Klar, ist mir schon im Laufe des Projekts aufgefallen, dass der Pullover etwas weit wirkte, aber während des Strickens dachte ich mir nicht wirklich viel dabei. Manchnmal muss man so ein Strickstück ja erst einmal zusammennähen bzw. häkeln und danach Waschen und Trocknen um die wahre Schönheit eines Strick-Objekts zu erkennen.

Also wusch ich meinen Pullover nach Fertigstellung sofort im Wolle-Programm in meiner Waschmaschine und lies ihn danach liegend auf meinem Kachelofen trocknen (Für irgendwas muss ja so ein Ofen im Winter gut sein.). Doch am nächsten Morgen wurde mir bewusst, dass beim Stricken irgendwas schiefgelaufen sein musste… 

Nun gut. Manchmal muss man es eben auf die harte Tour lernen. Nicht umsonst heißt es, dass man IMMER einen Teststrick vor jedem Projekt machen muss, oder?

 

Aber ich muss gestehen, auch wenn der Pullover überhaupt nicht so geworden ist, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, so finde ich ihn doch ziemlich cool!  Das nächste Mal, wenn ich diesen Schnitt nutze, werde ich jedoch die Ärmel um 8 Reihen kürzen und die Bünchen dafür um 4 Reihen breiter machen. Ich finde diese Ärmellänge etwas grenzwertig, da sie mir fast in den Ellenbogen hinunter reichen. Bei dieser Länge rollt sich zudem das kurze Bündchen fast ein. Doch dies sind marginale Änderungen, die ich das nächste Mal unkompliziert umsetzen kann.

Beim nächsten Pullover-Projekt werde ich jedoch noch einmal extra genau auf meine Maße achten und ein akurates Strick-Teststück anfertigen. Denn jedes Muster und auch jede Wolle verhält sich anders. 

Habt ihr auch solche Projekte in eurem Kleiderschrank? Strickstücke, die überhaupt nicht so geworden sind, wie gedacht, doch letztendlich doch ganz cool aussehen? Erzählt mir davon. 

 

ACHTUNG, DIE RAUPEN SIND LOS! EIN NEUES PAAR LIEBLINGSSOCKEN MIT MEINEM STRICKMUSTER „VERWANDLUNGS-PFAD“ IST FERTIG – INKL. TUTORIAL

ACHTUNG, DIE RAUPEN SIND LOS! EIN NEUES PAAR LIEBLINGSSOCKEN MIT MEINEM STRICKMUSTER „VERWANDLUNGS-PFAD“ IST FERTIG – INKL. TUTORIAL

Heute möchte ich ein neues Socken-Muster mit euch teilen. Es handelt sich dabei um mein 1. eigenes Struktur-Muster für Socken, das ich selbst entworfen habe. Das Strickmuster „Verwandlungs-Pfad“ besteht größtenteils aus Maschen, die ihr bereits vom Socken-Stricken kennt. 

Im Muster verwende ich rechte Maschen, linke Maschen, Umschläge, links zusammen gestrickte Abnahmen und rechts überzogene Abnahmen. 

Das Sockenmuster habe ich für eine Socke mit 64 Maschen und einer Käppchenferse entworfen. Eine Strick-Anleitung für das Grundmuster in Runden und der Fersenwand in Reihen stelle ich euch gerne zum kostenlosen Download bereit. Anpassungen für eure Größe könnt ihr selbstverstänlich gerne vornehmen.

Das Strickmuster „Verwandlungs-Pfad“ kombiniert die Vorstellung der Metamorphose einer Raupe zu einem Schmetterling mit den bildhaften Pfaden oder Wegen, die im Raupenmuster dargestellt werden. Das Name soll sowohl die Entwicklung als auch die Struktur des Musters widerspiegeln.

Um diese Grundidee des Musters perfekt widerspiegeln zu können, sollte man für die Socken idealerweise ein handgefärbtes Garn mit Sprenkel-Muster und einem gewissen Seiden-Anteil verwenden. Selbstverständlich funktioniert aber auch jedes andere Sockengarn dafür.

Ich liebe die Kombination aus dem Material, der Farbe und dem Muster. Und ich weiß bereits jetzt, dass diese Socken im kommenden Herbst definitiv zu meinen Lieblingssocken gehören werden!

Für meine Socken verwende ich folgende Materialien (alle selbst bezahlt):
Nadelspiel: Symfonie von Knit Pro, Nadelstärke 2,5, Länge 15 cm
Handgefärbte Sockenwolle

Übrigens, damit euch das Muster noch einfacher von der Hand geht, habe ich für euch ein Strick-Tutorial auf meinen YouTube Kanal hochgeladen. Dort erkläre ich euch kurz die Strick-Anleitung und zeige euch dann, wie ihr das Muster auf dem Nadelspiel strickt.

Viel Spaß beim Nachstricken!