Wie ihr wisst, bin ich absolut davon überzeugt, dass eine gute Ernährung darauf basiert sich ausgewogen, saisonal und regional zu ernähren. Ich denke, diese Ernährungsweise ist nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern auch der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Leben.

Nach einem wunderschönen, fast schon zu warmen Oktober, zeigt sich der November nun von einer anderen Seite. Es wird langsam kälter und wir freuen uns schon richtig auf unsere Herbst-/Winter-Küche. Für mich ist der Kohl definitiv das beste Herbst-/Winter-Gemüse in unserer Region. Ich liebe Weißkohl, Spitzkohl, Rotkohl, Grünkohl, Palmkohl, Blattkohl und mittlerweile sogar Rosenkohl. Idealerweis aus meinem eigenem Gemüsegarten. Und gerne möchte ich euch daher in den kommenden Wochen viele einfache, aber sehr leckere Rezeptideen Rund um den Kohl präsentieren. Heute möchte ich euch zeigen, wie man aus Weißkohl durch Fermentation Sauerkraut herstellt. Das klingt ganz schön hochtrabend, oder? Aber ganz ehrlich, die Herstellung von Sauerkraut ist super einfach und wirklich jeder kann dieses Rezept umsetzen.

Sauerkraut gehört definitiv in unsere deutsche Küche. Es ist super gesund und schmeckt zudem richtig lecker. Ich liebe Sauerkraut mit Nürnberger Würstchen oder auch Schupfnudeln mit Sauerkraut und Kassler-Fleisch, aber ich finde auch Sauerkraut als Einlage in einer Supper ganz spannend.

Doch was ist das besondere an fermentiertem Weißkohl (= Sauerkraut)? Während des Fermentations-Prozesses wird Weißkohl durch Milchsäuregärung ohne Hitzeeinwirkung konserviert, sodass alle Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme erhalten bleiben. Durch die Fermentation erhält Sauerkraut sogar mehr B-Vitamine als frischer Kohl. So enthält Sauerkraut einen hohen Vitamin B12-Gehalt, was Sauerkraut definitiv zu einem perfekten Lebensmittel für Veganer macht. Doch die Fermentation sorgt nicht nur (mindestens) für den Erhalt des Vitamin- und Nährstoff-Gehalts des Kohls, es sorgt zudem dafür, dass das Kraut besser vom Körper aufgenommen werden kann. Sauerkraut unterstützt das Immunsystem, fördert zudem die Verdauung und sorgt für eine gute Darmflora. In erhöhter Menge kann Sauerkraut aber auch abführend wirken.

Übrigens, was für den Menschen gilt, das gilt auch für den Hund. Sauerkraut in kleinen Mengen ist ebenfalls gut für dein Haustier. Sollte dein Tier also mal unter Verstopfungen leiden oder einen Fremdkörper verschluckt haben, kannst du Sauerkraut als Notfall-Medizin einsetzen.

Noch eine weitere Information zum Sauerkraut. Wie bereits oben geschrieben, entsteht Sauerkraut durch Milchsäuregärung von Weißkraut. Doch den Begriff „Milchsäuregärung“ darf man nicht falsch verstehen. Fermentiertes Gemüse enthält weder Laktose noch Kasein. Solltest du aber eine Laktoseintolleranz haben und kommerziell hergestelltes Sauerkraut kaufen, dann solltest du dennoch immer die Zutaten überprüfen. Manche Hersteller benutzen tatsächlich Molke als Starter, auch wenn diese nicht notwendig ist.

Ich habe euch den Entstehungsprozess abgefilmt und auf YouTube hochgeladen. Wenn euch das Video gefällt, dann würde ich mich über ein LIKE und ein SUBSCRIBE freuen.

Grundrezept Sauerkraut

Gericht: Beilage
Keyword: Ferment, Fermentation, Herbstküche, vegan, vegetarisch, Vorratskammer
Autor: Evita

Materials

  • 1 kg Weißkohl
  • 1 EL Salz

Anleitungen

  • Den Kohl waschen und einige äußere Blätter auf die Seite legen.
  • Den Kohl vierteln, den harten Strunk entfernen und alles in feine Streifen schneiden.
  • Das Kraut salzen und mit den Händen so lange durchkneten, bis das Kraut weich und geschmeidig wird. Das Kraut während des Knetens immer wieder einmal probieren. Das Weißkraut sollte salzig, aber nicht versalzen schmecken.
  • Beim Knet-Prozess sammelt sich Lake in der Schüssel, diese benötigen wir später, daher bitte nicht wegschütten. Sollte sich trotz langem Kneten kaum Lake bilden, einfach das Kraut noch etwas mehr salzen und für ca. 30 Minuten ruhen lassen. Danach das Kraut noch einmal kräftig Durchkneten.
  • Das fein geschnittene Kraut inkl. Lake in ein steril gekochtes WECK-Glas schichten und mit einem Stampfer fest stopfen. Dabei einige Zentimeter nach oben Platz lassen.
  • Das Kraut mit einem der äußeren Kraut-Blätter abdecken und mit einem Gewicht unter die Lake drücken. Das Kraut muss unter Luftausschluss fermentieren, ansonsten kann es zum Schimmeln anfangen.
  • Das Glas mit Gummiring und Klammern schließen.
  • Das Sauerkraut zum An-Fermentieren für einige Tage im Warmen stehen lassen und es danach in den kühlen Keller stellen. Dort könnt ihr das Sauerkraut je nach Geschmack für einige Monate ziehen lassen
  • Achtung: Da die Lake beim Fermentieren übertreten kann, sollet ihr die Gläser idealerweise in eine Auflaufform stellen und diese regelmäßig ausleeren.